15 Antworten auf „Frag den Rabbi!“

  1. My daughter Ruth Kupperberg (age 20) from New York, will be studying voice and opera at the Orfeo Vocal Arts Academy in July. She is also studying the Holocaust in college and is extremely interested in taking a day trip to Theresienstadt. Is there someone in the congregation who could possibly accompany her, or can you recommend a tour guide who is based in Dresden? Thank you.

    1. Dear Debbie, thanks a lot for asking. I already answered to Ruth, when she sent a request to our Facebooksite. In the meantime I found a contact that might be helpful. It is the „Hatikva e.V.“ which you can find at http://www.hatikva.de. It is an association for jewish history and education in Saxony and they do certain guided tours. Even if they don’t offer a tour to Theresienstadt it is very likely, that they might know, who else offers these tours in Dresden. Independently of this tour, your daughter is always very welcome to come to the synagogue for services. The coming up weekends we do only have Kabbalat Schabbat at Friday night 6:30. I send my best regards and good luck for your daughter’s plans. Kai (FB-admin)

    2. Hallo,
      Ich war schon einmal mit einer Kursgruppe zur Deutsch-Tschechischen Geschichtswerkstatt in Theresienstatt und kenne mich dort noch etwas aus. Theresienstatt galt als Übergangslager und war ein Getho. Es gab einen Friehof mit Krematorium außerhalb der Stadtmauern, der noch heute intakt und mit Denkmälern verziert ist. Als das internationale Rote Kreuz die Stadt besuchte, wurde eine Scheinwelt erschaffen um sie zu täuschen. Die Fassaden wurden renoviert und einigen Insassen befohlen so zu tun als wären Sie normale Bürger. Am Ende gab es ein Chorkonzert in dem die Geschichte von Hänsel und Gretel erzählt wurde. Die Insassen wollten mit der Szene des Ofens auf die schreckliche Realität aufmerksam machen. Bei Letzterem weiß ich nicht ob es die Wahrheit oder eine Mythe ist.
      Ich würde mich sehr freuen, jemanden dort hin zu begleiten.

      Ich heiße Leonhard Julius Junker und ihr findet mich auf Instagram unter diesem Namen.
      Meine E-Mail: leonhardjuliusjunker@mailbox.org

    3. Hello Debbie Kupperberg,
      I was with a group of Germans and Czech in Theresieatadt. I can remember information and might can gether some info material for a trip. If you like I will accompany your daughter Ruth Kupperberg. I’m twentyfour. I can send you a foto of a certificate I have from the workshop.
      I live in Dresden. I speak English well.
      Leonhard Julius Junker
      Leonhardjuliusjunker@mailbox.org

  2. In der Synagoge hängt eine Jahrzeitafel. Darauf findet man kleine
    Messingschilder mit den Namen von Gemeindemitgliedern, ihren Todestag nach
    jüdischem und gregorianischem Kalender, dem Ort, wo sie verstorben sind und
    einem kleinen Lämpchen. Woher stammt diese Tradition? Und was macht man,
    wenn sich der Todestag jährt? Spricht man ein besonderes Gebet?

    1. Die Jahrzeittafel soll dazu beitragen, dass Verstorbene nicht vergessen
      werden. Das Gedenken im Judentum ist ewig. So ist auch der Grabstein ein Zeichen
      der Ehre und des Respekts für die Ewigkeit, damit der/die Verstorbene nicht
      vergessen wird. Die Lämpchen an der Jahrzeittafel haben ihren Hintergrund darin,
      dass es üblich ist, am Vorabend der Jahrzeit eine Kerze anzuzünden, die 24
      Stunden brennt. Dies geht auf Sprüche 20,27 zurück: „Eine Leuchte dem Ewigen ist
      des Menschen Seele.“ So ergibt sich ein schönes Bild: Desto mehr Menschen es
      gibt, desto erleuchteter ist für G’tt die Erde. Leider sterben Menschen. Daher wird am
      Tag der Jahrzeit, dem Todestag, symbolisch ein Licht in Andenken an den
      Verstorbenen, dessen Licht auf dieser Welt erloschen ist, angezündet. Dies kann
      jeder machen, der des Verstorbenen gedenken möchte. Es ist üblich das Grab zur
      Jahrzeit zu besuchen. Kommt ein Minjan zusammen (zehn jüdische Männer), so
      kann Kaddisch gesprochen werden. Es gibt Gedenkgebete, wie das „El male
      rachamim“ („G’tt, Du bist voll Erbarmen“) oder Psalmen, die auch ohne Minjan
      rezitiert werden können.

    1. Im 3. Buch Mose, auf hebräisch וַיִּקְרָא (Wajikra) im Kapitel 11, 20-23 lesen wir:
      .כ כֹּל שֶׁרֶץ הָעוֹף, הַהֹלֵךְ עַל-אַרְבַּע–שֶׁקֶץ הוּא, לָכֶם
      .כא אַךְ אֶת-זֶה, תֹּאכְלוּ, מִכֹּל שֶׁרֶץ הָעוֹף, הַהֹלֵךְ עַל-אַרְבַּע: אֲשֶׁר-לא (לוֹ) כְרָעַיִם מִמַּעַל לְרַגְלָיו, לְנַתֵּר בָּהֵן עַל-הָאָרֶץ
      .כב אֶת-אֵלֶּה מֵהֶם, תֹּאכֵלוּ–אֶת-הָאַרְבֶּה לְמִינוֹ, וְאֶת-הַסָּלְעָם לְמִינֵהוּ; וְאֶת-הַחַרְגֹּל לְמִינֵהוּ, וְאֶת-הֶחָגָב לְמִינֵהוּ
      .כג וְכֹל שֶׁרֶץ הָעוֹף, אֲשֶׁר-לוֹ אַרְבַּע רַגְלָיִם–שֶׁקֶץ הוּא, לָכֶם
      (JPS 1917: [20] All winged swarming things that go upon all fours are a detestable thing unto you. [21] Yet these may ye eat of all winged swarming things that go upon all fours, which have jointed legs above their feet, wherewith to leap upon the earth; [22] even these of them ye may eat: the locust after its kinds, and the bald locust after its kinds, and the cricket after its kinds, and the grasshopper after its kinds. [23] But all winged swarming things, which have four feet, are a detestable thing unto you.)
      Damit sind also vier Heuschreckenarten zum Verzehr erlaubt, trotz dem Insekten ansonsten „treife“, also nicht koscher sind. Später haben Rabbiner wiederholt festgelegt, dass dennoch Heuschrecken zu den nicht koscheren Tieren gehören und zwar, weil die in der Tora genannten Arten heute nicht mehr eindeutig zugeordnet werden können. Um sicher zu gehen, werden nach dem Brauch Heuschrecken heute nicht mehr als koscher angesehen.
      Warum in der Tora nur diese vier Arten von dem generellen Verbot des Verzehrs von Insekten ausgeschlossen wurden, wird nicht näher erläutert. Dieses Gebot gehört zu den sogenannten Chukim, das sind Satzungen, deren Zweck unverständlich für uns Menschen ist.

    1. Der Apfel steht als runde und süße Frucht sowohl für den ewigen Jahreskreis als auch – wie der Honig – für angenehmen Geschmack. Man beginnt damit ganz erfahrbar ein süßes neues Jahr. Es handelt sich um einen Brauch und deshalb kann es selbstverständlich auch eine Birne sein. Aber traditionell wird ein Apfel genommen.

    1. Derzeit hat unsere Gemeinde keinen Gemeinderabbiner. Der Ehemalige Rabbi Alexander Nachama ist nie am Schabbat Auto gefahren. So halten es viele Rabbiner. Das ergibt sich aus den 39 Tätigkeiten, die als Arbeit gelten und damit am Schabbat verboten sind. Das liegt daran, das beim Autofahren sowohl beim Zünden als auch während des Fahrens Feuer erzeugt wird (Zündschlüssel und Zündkerzen) und deswegen zu beginn des vergangenen Jahrhunderts auch das Schalten elektrischer Kreise und bedienen von Maschinen zur „Arbeit“ erklärt wurde. Es gibt Juden, die sich eher am Gebot der Freude und Ruhe am Schabbat orientieren und deswegen andere Tätigkeiten aus- und einschließen in das schabbatliche Tun.

    1. Nein, leider nicht. Früher gab es das Cafe Schoschana im jüdischen Gemeindezentrum. Aber das ist seit einigen Jahren ohne Betreiber. Die nächsten koscheren Restaurants gibt es in Chemnitz, Berlin und Prag.

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