Die Jüdische Gemeinde zu Dresden freut sich, über ihren neuen Gemeinderabbiner informieren zu können. Akiva Weingarten (34) wird sein Amt am 15. August 2019 antreten. „Wir sind glücklich, einen Rabbiner gefunden zu haben, der die liberale Tradition der Gemeinde weiterführen und ihr neue Impulse geben wird“, sagte die Vorsitzende der Gemeinde, Dr. Nora Goldenbogen.

Akiva Weingarten wurde 1984 in New York geboren und wuchs in einer ultra-orthodoxen Familie auf. Er ist ältester von elf Geschwistern. Seine rabbinische Ausbildung erhielt er in New York und in Israel. Als Erwachsener wandte er sich der liberalen Strömung des Judentums zu, 2014 siedelte er nach Berlin über.

Als seine höchste Priorität für die Dresdner Gemeinde nennt Weingarten Angebote für junge jüdische Dresdner. Außerdem möchte er der liberalen Gemeinde Traditionen näher bringen, die ihn in der chassidischen Welt geprägt haben – zum Beispiel durch Lieder, Speisen oder Bräuche.

„Ich glaube daran, zwischen verschiedenen Welten Brücken zu bauen und Menschen unterschiedlichen Hintergrunds zu verbinden“, sagte Weingarten, der neben seiner Tätigkeit in Dresden auch Rabbiner der liberalen jüdischen Gemeinde Migwan in Basel ist. Wie Weingarten sagte, wird er jede Woche nach Dresden kommen, um Religionsunterricht zu geben und die Jüdische Gemeinde religiös zu führen. Außerdem wird er monatlich zwei Schabbat-Gottesdienste leiten. Jüdischer Religionsunterricht ist ab dem kommenden Schuljahr 2019/20 Wahlfach zunächst an den Grundschulen des Freistaates Sachsen.

In den nächsten Tagen wird sich Rabbiner Akiva Weingarten bei einem Pressegespräch im Jüdischen Gemeindezentrum den interessierten Medien vorstellen.

Akiva Weingarten folgt auf Alexander Nachama nach, der im Herbst 2017 als Landesrabbiner nach Thüringen wechselte. Die Jüdische Gemeinde zu Dresden hat 720 Mitglieder und versteht sich als Einheitsgemeinde. Grundsätzlich ist der Ritus der Gottesdienste in der Neuen Synagoge konservativ mit liberalen Elementen.

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