Der Neue Israelitische Friedhof in Dresden (Fiedlerstr. 3, 01307 Dresden) ist eine wichtige Begräbnisstätte der Jüdischen Gemeinde und ein Ort der Bildung und Erinnerung. Der Friedhof wurde im Jahr 1867 offiziell eröffnet. Die erste Beerdigung fand 1868 statt.

Auf dem Friedhof befinden sich etwa 3100 Grabstellen. Damit gehört er zu den größten jüdischen Friedhöfen Sachsens und ist heute neben anderen Gedenkstätten ein bedeutender Ort für die Erinnerungskultur an die Geschichte der Juden in Dresden. Bis heute finden auf diesem Friedhof Beerdigungen statt.Auf dem Friedhof wurden berühmte Persönlichkeiten und deren Familien bestattet. Diese Grabstätten gelten auch heutzutage als Anziehungspunkte für zahlreiche Besucher.

Der Friedhof ist öffentlich zugängig. Es finden dort mehrere Führungen und Veranstaltungen mit Schülern, Senioren in Zusammenarbeit mit dem Verein Hatikva e. V. und Volkshochschule statt. Der Neue Jüdische Friedhof befindet sich im Eigentum der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, die den Friedhof auch selbst verwaltet.Die mittlere Friehfofsmauer, die das zentrale Element des Friedhofs darstellt, galt früher als Außenmauer des 1867 auf der Fiedlerstraße eröffneten jüdischen Friedhofs.

Dahinter schließt sich die Erweiterung vom Beginn des 20. Jh. an. Diese Mauer ist seit Jahren durch Alterung und Verwitterung dermaßen beschädigt worden ist, so dass eine umfangreiche Sanierung absolut unabdingbar ist. Die Mauer ist auf beiden Seiten dicht mit Wandstelen belegt. Einzelne von ihnen haben sich gelöst und kippen nach vorn. Um die Verkehrssicherheit der Besucher zu garantieren wurden mehrere Teile der beschädigten Anlagen abgesperrt und gesichert. Da die bisher durchgeführten Maßnahmen leider die notwendige Sicherheit der Anlage nicht gewährleisten konnten und im Bereich mehrerer Grabmale Unfallgefahr besteht, bedarf die zentrale Mauer einer dringenden komplexen Instandsetzung, um sie und die Grabmale vor weiterem Verfall zu sichern.

Dank des Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung (EFRE) wird nun die mittlere Mauer des Friedhofs umfangreich und denkmalgerecht saniert. Die Sanierung der Friedhofsmauer bietet die Chance, die derzeitig abgesicherten und abgesperrten Grabstellen wieder erreichbar zu machen und den Besuchern zu zeigen. Die Führungen müssen derzeitig auf die Präsentation dieses wesentlichen Teils des Friedhofes verzichten. Durch die Erneuerung der Mauer wird die Besucherzahl sich erhöhen. Die EFRE-Förderung verfolgt v. a. soziale und städtebauliche Ziele wieWiederherstellung und langfristiger Erhalt kulturhistorischer wertvoller Bauformen und Einzelelemente vor dem VerfallDie Aufwertung der Nutzung des Friedhofs als Bildungsstätte durch die wiederhergestellte Zugänglichkeit der ungesicherten Bereiche für FührungenDie Stärkung des kulturtouristischen Angebots des Neues Jüdischen Friedhofs und damit des Stadtquartiers durch die Gestaltung der Friedhofsmauer in deren ursprünglichen Erscheinungsbild. Das Bestreben der Erhöhung der Zahl der Besucher in einem angemessenen Maß. Eine gezielte Ansprache von Zielgruppen nach der Fertigstellung der Instandsetzung erfolgt über gezielte Öffentlichkeitsarbeit Verbesserung des gesamten Erscheinungsbilds des Friedhofes.

Das Stadtteilentwicklungsprojekt Dresden Johannstadt/Pirnaische Vorstadt im Handlungsfeld „Umwelt“ für den Neuen Israelitischen Friedhof wird durch die Fördermittel des EFRE-Fonds sowie die Eigenmittel der Landeshauptstadt Dresden finanziert. Die komplette Instandsetzung der zentralen Mauer umfasst den Zeitraum von Dezember 2018 bis März 2021.

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