Gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, Hatikva – Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e. V. und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen laden die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden herzlich zum Vortrag Augusts des Starken eingeschränkter Absolutismus.Der Dresdner Widerstand gegen seinen Hofjuden Berend Lehmann (1661–1730) von Berndt Strobach, Wolfenbüttel, am Dienstag, 2. Juli 2019, um 19:00 Uhr im Hans-Nadler-Saal des Dresdner Residenzschlosses ein.

Im Wissenschaftsverlag de Gruyter, Berlin/Boston, ist vor kurzem die Biografie des um 1700 in Halberstadt ansässigen, in Leipzig und Dresden tätigen jüdischen Bankiers Ber-end Lehmann erschienen. Der Autor, Berndt Strobach, hat erstmals umfangreiches Aktenmaterial aus den Archiven in Berlin, Dresden, Hannover und Jerusalem ausgewertet und das bisherige, von bewundernden Legenden und antisemitischen Schmähungen geprägte Bild des neben den Familien Oppenheimer und Wertheimer wichtigsten Hofjuden richtiggestellt. Lehmann hat August dem Starken bei der Finanzierung seiner Wahl zum polnischen König geholfen, und August hat ihm die Errichtung einer Filiale in Dresden ermöglicht.

Dieses Vorgehen stieß auf den erbitterten Widerstand nicht nur der Dresdner Kaufleute und Pastoren, sondern auch von Mitgliedern in Augusts eigener Regierung und Verwaltung. Darüber wird Strobach in seinem mit Bildern ergänzten Vortrag berichten.Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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